Stimmstörungen

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Untersuchung zum Zusammenhang von Gesangsqualität und Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM)

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) blickt auf eine Jahrtausende alte Tradition zurück und ist in unserem Kulturkreis vor allem durch die Akupunktur zur Beeinflussung verschiedener Körperfunktionen bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkennt die Akupunktur auch als Therapie für zahlreiche Erkrankungen an und indiziert diese u.a. für Erkrankungen des Atmungs- sowie des Muskelskelettsystems.

Einige Studien bezüglich des Einsatzes von TCM bei Pathologien der Stimmlippen haben deren Wirksamkeit zur Behebung bzw. Verbesserung der Problematik gezeigt. Nicht nur makroskopisch gab es einen Rückgang der Anomalien, sondern auch die Stimmfunktionen normalisierten sich.

Mit dieser Studie soll nun untersucht werden, ob definierte Ohrakupunktur-Anwendungen, ergänzt durch Tuina-Anwendungen - eine alte Massageform und manuelle Therapie - auch bei gesunden Gesangsstudierenden zu messbaren Verbesserungen der Atem- und Stimmfunktion und damit der Gesangsqualität führen. Dies soll an 25 Gesangsstudierenden mit Vertretungen aus allen Stimmgattungen herausgefunden werden.

Abhängig vom Ergebnis stellt sich u.a. die Frage, ob die TCM-Anwendungen das Potential besitzen, neben den etablierten gesangspädagogischen Konzepten einen weiteren hilfreichen Baustein in der Ausbildung professioneller Sängerinnen und Sänger darzustellen.

Projektleitung: Prof. Dr. med. Dipl-Mus. Alexander Schmidt, PD Dr. med. Philipp P. Caffier

Projektdurchführung: PD Dr. med. Philipp P. Caffier, Dr. med. Achim Kürten (Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin, St. Hedwig-Krankenhaus Berlin)

Projektmitarbeiter: Prof. Klaus Häger (Gesangsprofessor, Hochschule für Musik und Theater Rostock), Cand. med. Carsten Heimer